Exponate
IV.: Claudius Ptolemaeus: Tetrabiblos , Manilius: Astronomica, Al-Biruni: Art of Astrology, Kalender-Druckstock, Vom Einfluss der Gestirne, Johannes Regiomontanus: Deutscher Kalender, Peter Apian: Kauffmanns-Rechnung, Franciscus Petrarca: Glücksbuch , Johannes Schöner: Opuscum Astrologicum, Peter Apian: Astronomicus Caesaricus, Johann Stoeffler: Ephemeriden 1552-56, Sacrobosco: Buch der Sphären, Schautafel mit verschiedenen Horoskopen Luthers, Johannes Garcaeus: Astrologiae Methodus, Astronomia Teutsch, Martin Pegius: Geburtsstundenbuch, Morin: Astrologia Gallica, Guido Bonatus: Anima Astrologiae., Tycho Brahes Kabbalistik , Almanak Prognostici Diario, Kalendarium anno 1930 Bimillenniari Vergiliano, Thementafel zum Mythos von Faust und Carion, Lucas Gauricus: Tractatus Astrologicus
401 |
Claudius
Ptolemaeus: TetrabiblosAlexandria 139-161
Nach der von Philipp Melanchthon besorgten Ausgabe aus dem Jahre 1553. Ins Deutsche übertragen von Erich Winkel, Nachdruck von 1923, mit Vorwort von Thomas Schäfer. Mössingen 1995.
Dieses astrologische und astronomische Lehrbuch aus dem zweiten nachchristlichen Jahrhundert war Grundlage der an der Wittenberger Universität unter Philipp Melanchthon gelehrten Astrologie und findet sich in der lateinischen Übersetzung auch vollständig abgedruckt im Corpus Reformatoricum, dem Standardwerk der protestantischen Theologie.
Sammlung Hoppmann, Planetarium Potsdam
Literatur: Hoppmann 1997-92 und 1998-31f
402 |
Anfang des 1. Jhs. n. Chr.
Marcus Manilius: Astronomica [469]. Editiert und übersetzt von G.P. Goold, Cambridge 1997. Philipp Melanchthon bezog sich vielen Reden auf dieses klassische Lehrbuch der Astrologie. Der Römer Manilius lebte in der Regierungszeit von Augustus und Tiberius.
Sammlung Hoppmann, Planetarium Potsdam, Nachdruck der
Harvard University Press
Literatur: Hoppmann 1997-82f und 1998-186
403 |
Erste Ausgabe 1029, Reprint von R. Wrights englischer Übersetzung von 1934
Al-Biruni gehört zu den arabischen Astrologen, die nach der Jahrtausendwende die Astrologie der Griechen neu zusammenfassten und dazu beitrugen, dass über Spanien diese alten Werke auch nach Mittel- und Nordeuropa kamen, dort bekannt wurden und eine Renaissance der Astrologie auslösten. Dieser Text enthält ein breites Spektrum an Astronomie, Geometrie und Astrologie und Definitionen astrologischer Begriffe.
Sammlung Hoppmann, Planetarium Potsdam, via Deborah
Houlding, Ascella Publications, Großbritannien
Literatur: Hoppmann 1997-91
404 |
Gipsabguss. Druckstock für eine astronomisch-astrologische Schrift des Mittelalters. Für jeden Tag des Monats ist der Name des entsprechenden Heiligen der katholischen Kirche angegeben. Der Wechsel der Sonne in das jeweils nächste Tierkreiszeichen wird durch das entsprechende Symbol dargestellt.
Sammlung Hoppmann, Planetarium Potsdam
Literatur: Hoppmann 1997-94
405 |
Vom Einfluss
der Gestirne auf die Gesundheit des Menschen15. Jh., Faksimile 1981
Die Handschrift behandelt u.a. den Einfluss der Sonne in ihrem Lauf durch den Tierkreis sowie den des Mondes und der Planeten auf die Gesundheit des Menschen.
Sammlung Hoppmann, Planetarium Potsdam, Prachtdruck
via Faksimile Verlag Luzern
Literatur: Hoppmann 1997-94
406 |
Johannes
Regiomontanus: Deutscher KalenderNürnberg 1474, Faksimile 1937
Der Nürnberger Johannes Regiomontanus war nicht nur ein bedeutender Astronom, sondern auch Astrologe. Das von ihm entwickelte System zur Berechnung der Zwischenhäuserspitzen im Horoskop setzte sich schnell als Standard durch und wurde erst im 17. Jahrhundert durch dasjenige des italienischen Mönchs und Astrologen Placidus de Titis abgelöst.
Sammlung Hoppmann, Planetarium Potsdam, via Cosmoworld GmbH
Literatur: Hoppmann 1997-92 und 1998-124f
407 |
Peter Apian:
Kauffmanns-RechnungIngolstadt 1527, Faksimile 1995
Das vom Astrologen Kaisers Karl V. geschriebene Rechenbuch war für die damalige Zeit hochmodern. Aufgeschlagen ist die im Gemälde „The Ambassadors“ gezeigte Buchseite.
Sammlung Hoppmann, Planetarium Potsdam, Neudruck 1995 via
Polygon-Verlag, Buxheim
Literatur: Hoppmann 1997-55f und 1998-52f
408 |
Franciscus Petrarca:
GlücksbuchAugsburg 1532. Faksimile 1983
Von der Artzney bayder Glück, des Guten und Widerwärtigen. Die aufgeschlagene Abbildung zeigt einen magischen Kreis, gebildet aus astrologischen Symbolen. Dieser Teufelsbann soll bei der Schatzsuche die Dämonen fernhalten.
Sammlung Hoppmann, Planetarium Potsdam
Literatur: Hoppmann 1997-91
409 |
Johannes
Schöner: Opuscum AstrologicumNürnberg
1538
Übersetzt aus dem Griechischen und
Lateinischen 1996 durch den amerikanischen Astrologen Robert S. Hand
Sammlung Hoppmann, Planetarium Potsdam via Robert Smith vom
Project Hindsight
Literatur: Hoppmann 1997-94 und 1998-51f
410 |
Peter Apian: Astronomicus
CaesaricusIngolstadt 1540. Faksimile 1967
Das dem Faksimile zugrundeliegende Original enthält eine Widmung Tycho Brahes. Jener erhielt es als Geschenk, als er im Winter 1598/99 in Wittenberg im Haus von Caspar Peucer wohnte, dem Rektor der Universität, ein bedeutender Astrologe und Schwiegersohn Philipp Melanchthons.
Der Himmelsglobus auf Holbeins Gemälde „The Ambassadors“ zeigt die Sternbilder genau so an, wie sie später dann Apian in seinem Kaiser Karl V. gewidmeten „Astronomicum Caesareum" eintrug. Die Beziehungen Apians zur Reformation sind ungeklärt. Obwohl in Ingolstadt lebend, wo man zu seiner Zeit „Ketzer" verbrannte, wurde Apian Hofmarksherr in der protestantischen Oberpfalz und hatte er Kontakte mit dem pfalz-neuburgischen Herzog Philipp, dem er seinen Neudruck des Physikbuches von Witelo widmete.
Berliner Stadtbibliothek, Sondersammlungen oKb 499y
Literatur: Hoppmann 1997-55f und 1998-52/129
411 |
Tübingen 1548. Gestirnsstandstabellen mit der Berliner Weltuntergangskonstellation von 1524
Die Gestirnsstandstabellen von Melanchthons Lehrer Johannes Stoeffler wurden noch viele Jahre nach dessen Tod zum Erstellen von Horoskopen benutzt. So ist zum Beispiel in früheren Ephemeriden der exakte Zeitpunkt der Schlacht am Mühlberg eingetragen, bei der die Protestanten den katholischen Truppen von Kaiser Karl V. unterlagen.
Die hier vorliegende Ausgabe gehörte vermutlich dem Wittenberger Universitätsprofessor Bartholomäus Schönborn, der Ende des 16. Jahrhunderts wie auch andere Philippisten die Universität verließ und nach Zerbst ging. Im Jahre 1582 wurde dort in einem alten Franziskanerkloster, das bereits im 13. Jahrhundert erbaut worden war, eine kleine anhaltinische Landesuniversität gegründet, das „Gymnasium illustre Anhaltinum“.
Francisceumsbibliothek Zerbst, Signatur 4° N 4
Literatur: Hoppmann 1997-95 und 1998-25f
412 |
Sacrobosco: Buch der Sphären Wittenberg 1548. IOANNIS DE SACROBVSTO LIBELLVS DE SPHÆRA CVM PRÆFATIONE Philippi Melanthonis.
Der Wittenberger Neuauflage dieses im 13. Jahrhundert entstandenen Lehrbuches der Astrologie und Astronomie des Mittelalters wurde als Vorwort ein Brief Melanchthons an Symon Gryneus vorangestellt. Hier die Übersetzung einer Passage des lateinischen Textes:
Da also die menschlichen Seelen nicht nur durch eine Art von Grund bewegt werden, folgt daraus, dass die Gesetze der Schicksale auf verschiedene Arten beeinträchtigt werden, bisweilen durch göttlichen Anhauch, bisweilen durch Unterweisung, bisweilen durch Überlegung, und es folgt daraus, dass die Gesetze des Schicksals bisweilen auch vom Teufel zum Schlechteren gewendet werden. Ausgezeichnet sagt also Ptolemaeus: Die Entscheidungen der Astrologen haben nicht prätorischen Charakter. Denn die Beschlüsse des Prätoren zwingen das Volk zu gehorchen. Jene Zeichen aber fügen den Menschen keine Gewalt zu, wenn sie auch nicht überall müßig sind.
Sammlung Hoppmann, Planetarium Potsdam, via Antiquariat
Turszynski, München
Literatur: Hoppmann 1997-92 und 1998-123f
413 |
22.1.1484 um 9:00 LMT: Melanchthon in einem Brief an Johannes Schöner: „Die Geburtsstunde Luthers, die Philo untersucht hat, verwandelt Carion auf die neunte Stunde. Die Mutter aber sagt, Luther sei in der Hälfte der Nacht geboren. Ich selbst bevorzuge ein anderes Horoskop, und dieses bevorzugt auch Carion, obgleich es unangenehm ist, wegen des Ortes des Mars und der Konjunktion in den Häusern um 5°, welche eine große Konjunktion mit dem Aszendenten darstellt.“
22.10. 1484 um 12:08 GMT: (Zeit nach
Originalzeichnung korrigiert). Der römische Astrologe Lucas Gauricus im
Tractatus Astrologicus, Venedig 1552: „Die Zusammenkunft von fünf Planeten
im Zeichen Skorpion im IX. Himmelshause, das die Araber der Religion zuordnen,
ist sonderbar und hinreichend erschreckend. Sie macht ihn zum Frevler, zum
Ketzer, zum schärfsten Feind der christlichen Religion, und sie macht ihn
profan. Bei der Direktion Aszendent Konjunktion Mars ging der Ungläubige
zugrunde. Seine verworfene Seele fuhr zur Hölle, wo sie von Allectus,
Tesiphon und Megera mit glühenden Geißeln auf ewig gequält wird.“
22.10.1483 um 22:00 LMT: Der Italiener Cardanus wurde unter der Folter der
Inquisition zum Krüppel gemacht. In seinem „Hieronymi Cardano Mediolanensis
Libelli Duo“, Nürnberg 1532, verschiebt er das Horoskop um ein ganzes Jahr
und deutete kritisch im Sinne des Papstes.
10.11.1483 um 23:20 LMT: Auch der protestantische Astrologe Johannes Garcaeus
nimmt im „Astrologia Methodus“ das Jahr 1483. Das hier angegebene Datum
entspricht dem heutzutage gefeierten offiziellen Geburtsdatum Luthers.
11.11.1484 um 0:00 LMT: Ende des 20. Jahrhunderts entdecke man auf einem
kleinen Blatt im Archiv des Melanchthonhauses Bretten eine kurze Autobiografie
Luthers. Nach gründlichem Studium dieses „Brettener Blattes“ hält der
Kirchenhistoriker Prof. Dr. h.c. Reinhart Staats in Kiel 1484 für das
tatsächliche Geburtsdatum Martin Luthers.
Sammlung Hoppmann, Planetarium Potsdam
Literatur: Hoppmann 1997, 1998
414 |
Johannes
Garcaeus: Astrologiae MethodusBasel 1570
Bald dreißig Jahre nach Luthers Tod brachte der in
Wittenberg von Erasmus Reinhold ausgebildete Astrologe Johannes Garcaeus seine
Horoskopsammlung Astrologus methodus heraus. Hier wurde als Berechnungsgrundlage
für Luthers Horoskop der 10. November 1483, 11 Uhr 20 Minuten post meridiem
genommen. Dies wird auch heutzutage noch als sein offizielles Geburtsdatum
angesehen.
Es ist erkennbar, dass sich die Ballung der sichtbaren Planeten nun auf die
Zeichen Skorpion und Schütze verteilt, der Mond steht im religiösen neunten
Haus. Das Zeichen Stier am Medium Coeli passt eigentlich sehr gut zu Luthers
geflügeltem Bekennerwort vor dem Wormser Reichstag „Hier stehe ich, ich kann
nicht anders.”
Francisceumsbibliothek Zerbst, Signatur Folio N 6
Literatur: Hoppmann 1997-101 und 1998-67f
415 |
Astronomia TeutschFrankfurt 1578
Volkstümliche astrologische Deutungsbücher wie das vorliegende Werk (vermutlicher Autor ist Orth von Bacharach) erfreuten sich im 16. Jahrhundert allgemeiner Beliebtheit. Sie erschienen in hoher Auflage und wurden immer wieder nachgedruckt. Die Texte dieses Buches sind auch als Computerprogramm für PCA 3.1 ARGUS erhältlich und ermöglichen eine individuelle Horoskopdeutung und -zeichnung nach klassischer Manier.
Stadtbibliothek Berlin, Sondersammlungen oKb 345
Literatur: Hoppmann 1997-93 und 1998
416 |
Martin Pegius:
GeburtsstundenbuchBasel 1586, Faksimile 1924
Ende des 16. Jahrhundert erscheint abgesehen von diesen grundlegenden Lehrbuch der Astrologie ein weiteres Werk des Pegius: „vnd sichtigen Lauffe der sieben Planeten“. In ihm bezeichnet sich der Autor als ein „Martinum Pegium. Der Rechten Doctorn vnnd Saltzburgischen Rhat“.
Sammlung Hoppmann, Planetarium Potsdam, via Iso Karrer , Basel
Literatur: Hoppmann 1997-107 und 1998-73
417 |
Morin: Astrologia Gallica[Den Haag 1661], Mössingen 1997
Jean Baptist Morin de Villefranche: Astrologia Gallica, Buch XXI (Liber Vigesimus Primus). Übertragung aus dem lateinischen Originaltext von Erich Thaa, Mössingen 1997. In der Einleitung zu diesem Buch schreibt der Verleger Reinhardt Stiehle unter anderem: Jean Baptist Morin (1583 - 1656) ... prophezeite, dass der Bischof vvon Boulogne im Jahre 1617 ins Gefängnis kommen würde. Nachdem diese Vorhersage in Erfüllung gegangen war, wuchs Morins Ruf als Astrologe. Höfische Kreise konsultierten ihn, und er stand in besonderer Gunst bei Königin Maria von Frankreich, bei Königin Christine von Schweden sowie den Kardinälen Richelieu und Mazarin.
Sammlung Hoppmann, Planetarium Potsdam, via Chiron-Verlag,
Mössingen
Literatur: Hoppmann 1997-107 und 1998-73
418 |
13. Jh., Faksimile einer Übersetzung von Henry Coley, editiert von William Lilly, aus dem Jahre 1675.
Dieser Band enthält 146 Betrachtungen dieses astrologischen Pioniers, zusammen mit einer Sammlung von Aphorismen des ebenfalls italienischen Astrologen Hieronimus Cardanus aus dem 16. Jahrhundert.
Sammlung Hoppmann, Planetarium Potsdam, via Deborah Houlding,
Ascella Publications, UK
Literatur: Hoppmann 1998-84
419 |
Tycho Brahes
Kabbalistik Tycho Brahes 1582 und T. du Chenteau 1775, Reproduktion eines Grossfolio-Autografen von G. Wopaletzky, Turin 1866 - nachgewiesen bei Darbons Bibliotheca Esoterica 4985, Teile am Darbon 4982, evtl. Zinner 3026.
Astrologisch-kabbalisitisches Werk der Barockzeit unter Einbeziehung mantischer Themen des großen dänischen Astrologen und Astronomen der frühen Neuzeit
Sammlung Hoppmann, Planetarium Potsdam, via Antiquar Rudolf Fischer, Pforzheim
Literatur: Hoppmann 1997-75f und 1998-137f
420 |
Almanak Prognostici DiarioLa Palma 1776
Ein über mehrere Jahrzehnte immer wieder erscheinender in Spanien gedruckter astrologischer Almanach
Sammlung Hoppmann, Planetarium Potsdam, via Antiquariat und Auktionshaus Kiefer, Pforzheim
421 |
Kalendarium
anno 1930 Bimillenniari VergilianoThe St. Albans Press, Washington D.C.
Astrologischer Kalender zum 2000. Geburtstag des röm. Dichters Vergil
Sammlung Hoppmann, Planetarium Potsdam
Literatur: Beckerath 1967-108, Sementowski-Kurilo 1970-99f
422 |
Thementafel
zum Mythos von Faust und CarionFaust: Abt Kilian schrieb an den Rand seiner
Gestirnstafel: „Georgius Faustus aus Helmsted erzählt, wenn Sonne und Jupiter
im gleichen Zeichen stehen, werden Propheten geboren“ (Übersetzung aus
Latein). Wenn der Astrologe Faust damit sich selbst meinte, ist sein
Geburtsdatum vermutlich der 23. April 1478.
Trithemius: Der unstudierte „Dr.“ Faust deutete für teures Geld Horoskope
und trat selbstbewusst auf. Der vielbelesene Abt Trithemius hingegen wurde von
seinem Mönchen aus dem Kloster verjagt. Jener beschrieb Faust in einem Brief
als Schwarzmagier, Astrolog, Handleser, Luftzauberer, Feuermagier,
Wasserzauberer - Schimpworte, um sich selbst reinzuwaschen?
Johann Carion: Carion hatte eine gut dotierte Anstellung als Hofastrologe beim
brandenburgischen Kurfürsten Joachim I. in Berlin. Er war ein Freund Luthers
und Melanchthons. Durch seine Geheimdiplomatie wurde die Reformation in Preußen
und Brandenburg eingeführt.
Philipp Melanchthon: Melanchthon behauptet, der Astrologe Dr. Faust wäre mit
dem Teufel im Bunde gewesen. Wollte er davon ablenken, dass die protestantischen
Christen selbst mit Astrologie Geheimdiplomatie betrieben hatten?
John Dee, Queen Elisabeth I.: Der Okkultist und Astrologe Dee war Geliebter,
Berater und Geheimagent der englischen Königin. Er riet ihr eindringlich,
Englands Macht durch die Seefahrt auszubauen. Sie nannte ihn zärtlich 007 wegen
seiner großen Intuition. Später arbeitete Dee mit Hellsehern zusammen und
verlor seinen guten Ruf.
Christopher Marlowe: 1589 schrieb Marlowe sein berühmtes Theaterstück zum
tragischen Leben und Tod des Dr. Faustus. Er vermischte die Legenden der
Astrologen Faust, Carion und Dee zu einem berühmt gewordenen Schauermärchen,
das Shakespeare, Goethe und viele andere Autoren inspirierte.
Hogart: William Lilly: Mitte des 19. Jahrhunderts schrieb Willibald Alexis einen
„Vaterländischen Roman“. Carion wird als betrügerischer Sternendeuter
geschildert, als klein und blass, in einem Raum mit Krokodil, Gerippe und
Fledermaus. Der Autor nahm als Vorlage vermutlich eine englische Karikatur, die
auf den prominenten Astrologen Lilly (nach Dees Tod der erfolgreichste Astrologe
Englands) abzielte.
Sammlung Hoppmann, Planetarium Potsdam
Literatur: Hoppmann 1997 und 1998
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Venedig 1552, Faksimile
Horoskopsammlung eines berühmten Renaissance-Astrologen. Aufgeschlagen ist das Gründungshorokop von Rom.
Sammlung Hoppmann, Planetarium Potsdam, via Rüdiger Plantiko,
Nussloch
Literatur: Hoppmann 1998-19f