Exponate V.:

Sternenmessung

Instrumente zur Himmelsdeutung - astronomia et astrologia quantum et qualitas sunt 

Zwölfgötterscheibe, Sonnenuhr mit Tierkreiszeichen, Sonnenuhr römisch, Röm. Kalender-Relief, Kalendertafel, Sator-Arepo-Formel an einer frühchristlichen Kirche, Sator-Arepo-Formel auf Sonnenuhr, Horoskopstein von 1505, Straßburger Münsteruhr von 1571, Tycho Brahes Uraniborg, Tycho Brahes Sternenschloss, Systema tychonicum, Johannes Stoeffler: Himmelglobus, Großes Habermel-Astrolabium, Klappsonnenuhr 16. Jh. nach Kepler, Hirten-Gnomonsonnenuhr 16. Jh., Nocturnal von 1660, Zylindersonnenuhr Modell Pastor, Quadrant-Pultsonnenuhr nach Beringer, Obelisk-Sonnenuhr Modell Villa Alcor, Hexagonalsonnenuhr, Ringsonnenuhr, Universal-Ringsonnenuhr, Sator-Arepo-Formel im Faust-Geburtshaus, Thementafel astronomisch-astrologische Uhren, Thementafel Greenwich-Observatorium, Horoskopscheibe, Klangspiel Modell Luna, Astrodial, Apiansche Kalenderberechnungsscheibe, Mittelalterlicher Erdglobus  

501

Zwölfgötterscheibe

wohl frühes 2.Jh.

Aby Warburg schrieb 1930: "Das Kreisinnere des Bildwerks enthielt ursprünglich wahrscheinlich den Zeiger einer Sonnenuhr. Darum herum sind die Bilder der zwölf Monatsgötter der Römer: Jupiter, Minerva, Apollo, Juno, Neptun, Vulcan, Mercur, Ceres, Vesta, Diana, Mars und Venus. Am Rand sind die zwölf Tierkreiszeichen, neben jedem das Kennzeichen des ihm zugehörenden Monatsgottes, neben dem Widder die Eule der Minerva, die Taube der Venus neben dem Stier, neben den Zwillingen der Dreifuß des Apollon usw. (...)"

Bernhard Bauer ergänzte 1993:  "Die Funktion der als "Altar von Gabii" bekannten, heute im Magazin  des Louvre aufbewahrten Zwölfgötterscheibe ist bis heute nicht geklärt. (...) Eine Verwendung der Scheibe als Sonnenuhr ist schon deshalb unwahrscheinlich, weil die Köpfe auf der Oberseite nicht mit den - fast vollständig erhaltenen - Reliefs des Randes übereinstimmen. Dort alternieren Zodiakalzeichen und Götter-Attribute in einer Reihenfolge, die sowohl mit dem römischen Bauernkalender (Menologium rusticum Colotianum) als auch mit der versetzten Monats-Zuordnung bei Manilius (Man. 2, 439ff.) vereinbar ist; lediglich das zwischen Jungfrau und Waage plazierte Attribut hat die Interpreten irritiert:  die Filzkappe (pileus) des Volcanus ist ungewöhnlich spitz und ähnelt, von einer Schlange umwunden, einem Omphalos."

Warburg-Sammlung im Planetarium Hamburg

Literatur: Hoppmann 1998-31, sowie: Fleckner, Uwe u.a. (Hrsg.): Aby. M. Warburg - Bildersammlung zur Geschichte von Sternglaube und Sternkunde. Hamburg 1993

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502

Sonnenuhr mit Tierkreiszeichen

römisch

Der griechische Geschichtsschreiber Herodot bezeichnete den im 7. vorchristlichen Jahrhundert auf der Insel Rhodos lebenden Astrologen-Astronomen Berossos als Erfinder der Sonnenuhr. Um 293 v.Chr. wurde in Rom die erste öffentliche Sonnenuhr aufgestellt. Im Rom des Kaisers Augustus befasste sich der Baumeister und Kriegsingenieur Vitruvius mit Fragen der Zeitmesskunst.  

Die ringförmig angeordneten zwölf Tierkreiszeichen an dieser Vertikalsonnenuhr haben dekorativen Charakter und weisen zudem auf  die in antiker Zeit noch übliche Verbindung von Zeitquantität (Astronomie) und Zeitqualität (Astrologie) hin.

Abguss-Sammlung Antiker Plastik, Berlin

Literatur: Zenkert, Arnold: Faszination Sonnenuhr. Frankfurt 1995 

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503

Sonnenuhr

Positioniert man die römische Uhr so, wie nebenstehend abgebildet, dann ergibt sich eine Ausrichtung auf die geografische Breite von 42°, d.h. Rom.

Faventinus verwendete den Begriff Hemicyclium, als er eine hohlkugelförmige Sonnenuhr diesen Typs beschrieb, bei der die Gnomon-(Schattenwerfer-)Spitze durch ein Loch im Zenith, dem oberen Teil des Kugelmantels, ersetzt ist. Auf der Schattenfläche entsteht dadurch ein helles Sonnenbildchen, das auf die jeweilige Stunde hinweist. 

Dieser Sonnenuhrentyp stammt ursprünglich aus Griechenland und ist aufgrund seines "Daches" sehr wetterfest, erfordert jedoch bei der Konstruktion und Anfertigung ein bemerkenswertes Geschick.  

Sonnenuhren benötigte man auch, um die Geburtsstunde zu ermitteln, Grundlage der Berechnung von Aszendent und Häusersystem in einem Radix (Wurzel = Geburtshoroskop).

Abguss-Sammlung Antiker Plastik Berlin

Literatur: Schmaldach, Karlheinz: Römische Sonnenuhren, Seite 101f. Frankfurt/Main 1997

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504

Röm. Kalender-Relief

Parapegma aus Rom, 4. Jh. n.Chr.

In der Astronomia Teutsch von 1580 wird die Zuordnung der Planetenregenten zu den einzelnen Wochentagen wie folgt erklärt:

"Welcher von den siben Planeten zu jeglicher stund regiere / im tag vnd nacht / durch das gantze Jar. Auf den Sambstag / in der ersten Planeten stund deß tags / fahe an mit dem Saturno zu zehlen / sprich: Saturno, Jupiter, Mars, Sonne, Venvs, Merkur, Mond vnd für / als wider vornen angefangen / so viel man stunden hat. Am Sontag fahe an zu zehlen an. Am Montag Mond. Am Dinstag von Mars. Am Mittwoch von Merkur. Am Donnerstag von Jupiter. Am Freytag von Venus. Und also wider an. Solche Rechnung fahe an morgens zu einer vhren / nach mittelm lauff. Willtu aber den waren lauff erfahren / so mustu einen jeglichen tag von Auffgang der Sonnen biß zum Nidergang / vnd die nacht von Nidergang biß wider zu Auffgang / in 12. gleiche theil vnderscheiden / vnd demnach von Auffgang der Sonnen allweg dein rechnung anfahen."

Würzburg, Martin-von-Wagner-Museum

Literatur: Hoppmann 1998, sowie: Rüpke, Jörg: Kalender und Öffentlichkeit - Die Geschichte der Repräsentation und religiösen Qualifikation von Zeit in Rom (Religionsgeschichtliche Versuche und Vorarbeiten Bd. 40, 1995)

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505

Kalendertafel

Kupfer - italienischer Nachbau, mit Löchern zum Maarkieren der Tage

Sammlung Hoppmann, Planetarium Potsdam

 

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506

Sator-Arepo-Formel an einer frühchristlichen Kirche in Italien

Magische Formel, in Stein gehauen an Nordseite der 1075 erbauten italienischen Kirche San Giovanni in Campiglia Marittima, Toscana.

Die Sator-Arepo-Formel ist schon aus frühchristlicher Zeit bekannt. Das 5x5 Quadrat ist dem Mars zugehörig. Eine mögliche Deutung: Der Heiland (SAlvaTOR) hält (TENET) die Werke (OPERA) der Welt (ROTAS). 

Diese Deutung ist allerdings genauso erzwungen wie viele andere Versuche. Magisch wird das Quadrat dadurch, dass es aus allen Richtungen gelesen werden kann. Man findet dieses Quadrat auf einigen christlichen Gräbern der Katakomben und in frühchristlichen Kirchen. Verteilt man die Buchstaben auf ein gleichbalkiges Kreuz in der Weise, dass ins Mittelfeld das N kommt, das sich ja nur einmal findet, an die Balkenenden zweimal das A und zweimal das O, so lassen sich die anderen Buchstaben so anordnen, dass in beiden Kreuzbalken das Wort „Pater Noster“ steht, eingeschlossen von einem A und einem O, christliches Symbol für den Heiligen Geist, als Alpha und Omega griechisches Sinnbild für Anfang und Ende. Das Quadrat könnte als Schutzformel und Erkennungszeichen frühchristlicher Bruderschaften gedient haben, später dann der Alchemie. 

Warburg-Sammlung im Planetarium Hamburg

Literatur: Hoppmann 1998-186

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507

Sator-Arepo-Formel auf Sonnenuhr, 15. Jh.

Funktionstüchtige Miniatursonnenuhr, die sich in Konstruktion und Gestaltung an historischen Vorbildern orientiert. 

Die Zeit ist im Monatssektor des jeweils aktuellen Tierkreiszeichens ablesbar. 

Sammlung Hoppmann, Planetarium Potsdam, Nachbau via Felix Solis Tempus, Basel

Literatur: Hoppmann 1998-186

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508

Horoskopstein von 1505, Klosterkirche Niederaltaich

Fotografie. Gerhard Voss zum Horoskop des Benediktinerklosters, in dem er als Mönch lebt:

Ein einzigartiges Dokument christlichen Astrologieverständnisses am Vorabend der Reformation findet sich am älteren der beiden Kirchtürme des Benediktinerklosters Niederaltaich an der Donau in Niederbayern: seine vom Steinmetzen Jörg Amberger kunstvoll in Salzburger Marmor gehauene, gut 2 m hohe und 1 m breite Grundsteinurkunde. Sie hält in lateinischer Sprache fest, dass Papst Leo X. und Kaiser Maximilian der Römischen Kirche bzw. dem Römischen Reich vorstanden und Wigileus Bischof von Passau war, als Abt Kilian Weybeck (1503-1534) „den Grundstein dieses Turmes” legte. Darunter befindet sich eine Horoskop-Darstellung und darunter in deutscher Sprache die Notiz, dass damals „also stuenden des Hymels Figurn”. Als Datum ist angegeben: 24. Juli 1514. Der im Horoskop eingezeichneten Position des Medium Coeli bei JUNGFRAU 13° entspricht als Tageszeit 2h 8’ nachmittags. 

Sammlung Hoppmann, Planetarium Potsdam. Fotografien Kurator sowie Pater Gerhard, Benediktinerabtei Niederaltaich
Literatur: Hoppmann 1997-65 und 1998-168
 

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509

Straßburger Münsteruhr von 1571

Lithophanie.

Astronomische Uhren sind Zeitmesser, die außer der Uhrzeit Astronomisches mitteilen. Darüber hinaus wurden sie sehr früh zu Repräsentationsobjekten an städtischen Rathäusern und in Kirchen, an Schlössern und in Klöstern. Astronomische Kirchenuhren tragen mit ihrer ikonographischen Gestaltung eine christlich-religiöse Aussage. Man darf sie als eine Art "Bilderbibel" bezeichnen.
Ein frühes und berühmtes Beispiel einer astronomischen Uhr gibt die erste Straßburger Münsteruhr, die 1352/54 von einem unbekannten Meister erbaut wurde. Von ihr existiert nur noch der bekrönende mechanische Hahn. In den folgenden 250 Jahren entstanden weitere astronomische Uhren unterschiedlicher Ausstattung, darunter 1571/74 die zweite Straßburger Münsteruhr. (Manfred Schukowski in Hoppmann 1997)

Sammlung Hoppmann, Planetarium Potsdam, via Porzellan-Kunst-Cabinett Berlin-Mitte
Literatur: Hoppmann 1997-100
 

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510

Tycho Brahes Uraniborg, Hven 1576 

Kupferstich und Druck nach Tycho Brahes eigenen Vorlagen.

Am 1. Juli 1576 gegen 8 Uhr morgens legte Tycho Brahe den Grundstein für seine „Burg der Himmelgöttin Urania“, ein Renaissanceschlösschen mit Wohnräumen und Observatorium. Die spitzigen Dächer beinhalteten aufmachbare Hauben über Instrumentaltanen. Im südlichen Teil des Kellers war ein alchimistisches Laboratorium untergebracht.

Sammlung Hoppmann, Planetarium Potsdam, via Brahe-Museum, Hven
Literatur: Hoppmann 1997/1998

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511

Tycho Brahes Sternenschloss, Hven 1576

  Pappmodell aus dem Tycho-Brahe-Museum auf der einst dem Astrologen/Astronomen gehörenden Insel Hven (=Venus) im Øresund. 

Nach neuesten Untersuchungen verwendete der verheiratete König Christian IV. Tausende von Steinen für den Bau eines kleinen Schlosses auf der Insel für seine Geliebte. In dem von Tycho bereits kurz nach der erstellten Geburtshoroskop des Königs (11.4.1577 Kopenhagen 4.30 Ortszeit) steht eine Konjunktion von Mars und Venus im Quadrat zum Mond, interpretiert als Neigung zu sexueller Ausschweifung und Trunksucht.

Sammlung Hoppmann, Planetarium Potsdam
Literatur: Hoppmann 1997/1998

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512

Systema tychonicum [17. Jahrhundert]

Kupferstich. Das tychonische System...

...war ein philosophischer und mathematischer Kompromiss zwischen dem klassischen Modell des Ptolemaeus und dem damals allzu revolutionären Modell des Copernicus: Die Planeten kreisen um die Sonne (ptolemäisch), jene jedoch um die Erde (kopernikanisch). Mit diesem System konnten die Planetenbahnen annähernd genau vorausberechnet werden, zugleich kam es dem neuen Weltbild der Reformation sehr nahe. Die Abbildung zeigt links Tycho mit der Insel Hven und dem Schloss Uraniborg im Hintergrund und rechts Kopenhagen mit dem erst nach seinem Tod zur Sternbeobachtung gebauten Runden Turm. Auch das Fernrohr wurde erst kurz nach Tychos Tod entdeckt.

Sammlung Hoppmann, Planetarium Potsdam, via Landskrona Kulturförvaltning, Schweden
Literatur: Hoppmann 1997/1998

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513

Johannes Stoeffler: Himmelglobus [Justingen 1493]

Fotografie. Der große Astrologe und Astronom Stoeffler, Lehrer Melanchthons, fertigte dieses Prachtexemplar für Kaiser Maximilian I. 

Es befindet sich im Württembergischen Landesmuseum Stuttgart. Ähnlich konstruierte der Astrologe Johannes Schöner, ein enger Freund Melanchthons, seinen auf dem Gemälde „The Ambassadors“ abgebildeten Himmelsglobus - vermutlich für König Heinrich VIII. von England. 

Sammlung Hoppmann, Planetarium Potsdam, Fotografie via Württembergisches Landesmuseum
Literatur: Hoppmann 1997 und 1998

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514

Großes Habermel-Astrolabium

Nachbau aus Messing nach einer Vorlage aus dem 16. Jahrhundert, Durchmesser 210 mm, Gewicht ca. 1700 Gramm.

Das Instrument enthält drei Einlagescheiben (Tympane) für die geogr. Breiten 39°, 42°, 45°, 48°, 51° und 54°. Die Einlagescheiben weisen 2°-Almukantaraten (Höhenkreise) über dem Horizont, 5°-Azimutlinien, astrologische Häusergrenzen (nach Regiomontanus) und die Linien der ungleichen Stunden (Temporal-Stunden) auf. Die Rete hat 30 Sternpositionen und ist mit einer kombinierten Tierkreis-Kalender-Skala versehen. Regulus = 25° Leo. Der Kalender ist gregorianisch (0° Aries = 2l. März). Über der Rete dreht sich die Alhidade (Doppelzeiger) mit Absehen und Deklinations-Skala. Der Rand (Limbus) zeigt die 2 x 12 Stunden und eine 4 x 90°-Teilung. Innerhalb der Mater ist ein nautisches Quadrat mit Himmelsrichtungen und Windnamen graviert.
Die Rückseite ist als Universalinstrument ausgebildet nach der Projektion von Al-Zarchali (Azarchel) resp. nach Gemma Frisius. In das 2°-Netz eingezeichnet sind 14 Sternpositionen, wobei zu beachten ist, dass sich der Himmels-Südpol oben bei der Aufhängung befindet. Die zur hintenliegenden Hemisphäre gehörenden Sterne sind durch einen Punkt in der Sternsignatur gekennzeichnet. Über dem Azarchel-Netz dreht sich ein Horizontbalken mit Knickzeiger.
Erasmus Habermel lebte wohl seit 1576 in Prag, wurde l 594 von Rudolf II. als kaiserlicher Instrumentenmacher bestellt und starb 1606 in Prag. Über sein Geburtsdatum, seine Herkunft und Ausbildung ist nichts sicheres bekannt. Möglicherweise stammte er aus Nürnberg und könnte sein Handwerk bei Gualterus Arsenius in Louvain (Flandern) erlernt haben. Mehrere Instrumente, darunter auch das Vorbild unseres Nachbaus, hat er für den Arzt Franciscus de Forli in Padua hergestellt. Das zwölfeckige Astrolabium (allerdings mit einer anderen, erstaunlich sternarmen Rete) befindet sich heute in Oxford.
Geschichtliches:
Das Astrolabium planisphaerium genannte Instrument war seit der Spätantike, im Mittelalter und bis ins 18. Jahrhundert weit verbreitet und bekannt. Es ermöglichte astronomische und astrologische Berechnungen und Beobachtungen und diente nicht zuletzt als Demonstrations-Gerät. Manche nennen den Griechen Hipparch von Nicaea (ca. 190 - 125 v. Chr.) als Erfinder, andere glauben sogar an einen chaldäischen (babylonischen) Ursprung. Aus der Spätantike sind ausführliche Beschreibungen des lnstruments und seiner Anwendungen erhalten, so von Johannes Philoponos um 530 n. Chr. und Severus Sabokt um 650 n. Chr. (in syrischer Sprache). Der arabische Gelehrte Al-Khwarzimi versichert im 9. Jahrhundert, dass das Astrolabium die Lösung von 43 verschiedenen Aufgaben ermögliche. In Europa, am Bodensee, schrieb der Mönch Hermannus Contractus (Hermann der Lahme) im Jahre 1040 einen Traktat über das Instrument.
Die ältesten erhaltenen Geräte stammen aus dem 10. Jahrhundert und wurden in Persien hergestellt, während Astrolabien aus dem lateinischen Europa erst aus dem 13./I4. Jahrhundert auf uns gekommen sind (Das sogen. Karolingische Astrolabium des 10./11. Jahrhunderts ist nicht ganz unumstritten).
In Gebrauch blieb das Astrolabium weit über die kopernikanische Wende hinaus bis ins 18. Jahrhundert, im arabischen Kulturbereich wohl noch 100 Jahre länger. Nicht nur der Wandel zum heliozentrischen Weltbild, sondern auch die galileische Forderung nach größerer Präzision ließen den Glanz des altehrwürdigen lnstruments schnell verblassen, aber nicht gänzlich erlöschen: Auch heute noch erliegen Eingeweihte immer wieder der Faszination des Astrolabiums.
Prinzip:
Das Astrolabium stellt ein Erde-Himmel-Modell dar mit feststehender Erde und sich drehendem Sternhimmel. Unsere modernen drehbaren Sternkarten beruhen auf dem gleichen Prinzip, nur steht hier der Himmel fest, und beweglich sind die irdischen Bezugslinien (Horizont, Höhenkreise, Azimutlinien). Das Astrolabium gründet auf der geozentrischen Weltvorstellung des Ptolemaios, im Gegensatz zum kopernikanischen Weltbild der heutigen drehbaren Sternkarten.
Die vollständige Bezeichnung Astrolabium planisphaerium weist auf das Hauptproblem hin, nämlich auf die Darstellung der Himmelskugel auf einer Ebene. Dazu dient die stereographischen Projektion. Diese, aus dem Himmels-Südpol entspringende Projektion wirft die Kreise der Himmelskugel auf eine senkrecht zur Himmelsachse stehende Ebene, z.B. die Ebene durch den Äquatorkreis oder die Tangentialebene durch den Himmels-Nordpol. Ein großer Vorteil der stereographischen Projektion besteht darin, dass alle Kreise auf der Kugel auch in der Projektionsebene Kreise bleiben.
Die stereographische Projektion wird sowohl für die Abbildung der Himmelskugeln mit Ekliptik und Sternen (drehbare Rete, auch Spinnennetz oder Arachne geheißen) verwendet als auch für die Darstellung der auf eine bestimmte geographische Breite bezogene Horizontal-Koordinaten (Horizont, Höhenkreise = Almukantaraten, Azimutkreise). Diese irdischen Bezugslinien finden sich auf den Einlagescheiben (Tympan), deren es meist mehrere gibt im Instrument, das damit für verschiedene geographische Breiten verwendet werden kann.
Die Rete dreht sich über dem Tympan, wobei der Drehpunkt den Nordpol der Himmelskugel bildet. Wir blicken gleichsam von außen auf den Nordpol des Himmels. Dieser Blick von außen auf die Welt ist charakteristisch für die alten Himmelsinstrumente. Die Sternbilder erscheinen bei dieser Betrachtungsweise seitenverkehrt für uns, die wir den Blick von innen (Erde) hinaus zum Himmel für selbstverständlich annehmen.
Bei den "moderneren" Universalinstrumenten, die ebenfalls in die außerordentlich vielseitige Astrolabien-Familie gehören, wird bereits mit dieser "antiken" Sicht von außen teilweise gebrochen, noch vor der kopernikanischen Wende, die den Blick von außen auf die feststehende, zentrale Erde illusorisch machte.

Sammlung Hoppmann, Planetarium Potsdam
Literatur: Hoppmann 1997-91

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515

Klappsonnenuhr 16. Jh. nach Kepler

Katalanischer Nachbau

Funktion in zusammengeklapptem Zustand: Bringt man mittels der Visieröffnung die Spitze des Pfeiles von der Nordnadel mit dem Norden der Windrose zusammen, dann weiß man, um welche der 32 Richtungen es sich handelt. Funktion geöffnet: Bringe die Spitze des Pfeiles der Magnetnadel auf Nord zeigend mit der Nummer 12 des Quadranten zusammen. Der Schatten, der durch den Faden erzeugt wird, zeigt die Sonnenstunde.

Sammlung Hoppmann, Planetarium Potsdam
Literatur: Hoppmann 1997-104
 

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516

Hirten-Gnomonsonnenuhr 16. Jh.

Katalanischer Nachbau

In der Antike hat man den Lauf der Sterne von Ost nach West mit Hilfe einer ursprünglichen Uhr bestimmt, die so gut war, dass sie weder vor noch nach ging. Aber diese Uhr benötigte einen greifbaren Mechanismus, der es erlauben würde, die Augenblicke in der Folge des Rhythmus der Naturphänomene auf irgend eine Weise zu unterscheiden. Es war der Mechanismus des “Solar-Gnomonen”, ein genau senkrecht in der Erde stehenden Stäbchens, das durch die Sonne einen Schattenstrich warf. Mittags, wenn die Sonne ihren höchsten Stand erreicht hat, ändert der Schatten des Stäbchens Länge und Richtung. Dieser primitive Apparat wurde von Babyloniern, Chinesen, Ägyptern und Peruanern benutzt.
Die Großen Obelisken auf der Place de la Concorde in Paris, St. Petersplatz in Rom und im Hippodrom in Konstantinopel sind nichts anderes als antike Gnomone. Auch zwei Schüler Melanchthons errichteten meterhohe steinerne Gnomone: Heinrich Rantzau im holsteinischen Bredenburg und Georg Rhäticus im polnischen Krakau.
Funktion: Die Spitze des Schattenwerfers wird so gedreht, dass sie über dem aktuellen Datum steht. Die Uhr an einer Schnur haltend wird die Spitze (Gnomone) in Richtung auf die Sonne gerichtet, damit der Schatten, der auf dem Fuß erzeugt wird, exakt senkrecht fällt. Dort, wo der Schatten hinfällt, wird die lokale Sonnenzeit angezeigt. Jede Zeitlinie bringt 2 Nummern, die erste zeigt die Stunde am Vormittag, die zweite die Zeit des Nachmittags.

Sammlung Hoppmann, Planetarium Potsdam
Literatur: Hoppmann 1997-104

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517

Nocturnal von 1660

Englischer Nachbau 

Instrument zur nächtlichen Uhrzeitbestimmung durch die Sterne auf See

Sammlung Hoppmann, Planetarium Potsdam
Literatur: Hoppmann 1997-90 und 1998-49

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518

Zylindersonnenuhr Modell Pastor

Spanische Replik. Das 1548 in Innsbruck erstellte Original befindet sich im Kunsthistorischen Museum Wien.

Die ursprüngliche Konstruktion geht auf Hermanus Contractus (1013 - 1054, s.a. Astrolabium-Beschreibung) zurück. Der Schattenwerfen wird direkt auf die Sonne gerichtet, die Datumsskala dann entsprechend eingestellt. Die Spitze des Schattens zeigt dann auf die augenblickliche Uhrzeit.

Sammlung Hoppmann, Planetarium Potsdam
Literatur: Hoppmann 1997-21f

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519

Quadrant-Pultsonnenuhr nach Beringer

Spanische Replik nach einem 1736 von David Beringer in Augsburg erstellten Modell

Mit Hilfe des eingebauten Kompasses wird die Sonnenuhr exakt nach Süden ausgerichtet. Ein Gelenk am Sockel ermöglicht es, die Neigung des Würfels auf die nördliche Breite des Aufenthaltsortes einzustellen.

Sammlung Hoppmann, Planetarium Potsdam
Literatur: Hoppmann 1997-21f

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520

Obelisk-Sonnenuhr Modell Villa Alcor

Spanische Replik nach Modell des 17. Jhs.

Sonnenuhr im Stil des alten ägyptischen Obelisken, an deren Schattenlänge sich die Tageszeit ablesen ließ.

Sammlung Hoppmann, Planetarium Potsdam
Literatur: Hoppmann 1997-21f

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521

Hexagonalsonnenuhr [mittelalterlich]

Fotografie des Druckstockes, Abdruck direkt aus dem Druckstock und Nachbau mit Pappmodell

Sammlung Hoppmann, Planetarium Potsdam
Literatur: Hoppmann 1997-21f

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522

Ringsonnenuhr, Augsburg 1718

Replik 

Man drehe den Mittelring auf die aktuelle Monatsmarkierung. Dann halte man die Uhr an der Kette gegen die Sonne und pendle sie ein. Durch die winzige Bohrung fällt ein feiner Lichtstrahl auf die jeweilige Stundenmarke.

Sammlung Hoppmann, Planetarium Potsdam, via Schünemann-Kunstverlag Bremen
Literatur: Hoppmann 1997-105

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523

Universal-Ringsonnenuhr, 18. Jh.

vergoldet, französischer Nachbau

Sammlung Hoppmann, Planetarium Potsdam
Literatur: Hoppmann 1997-105

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524

Sator-Arepo-Formel im Faust-Geburtshaus

Fotografie

Zauberformeln auf einem Pergamentzettelchen, gefunden zu Beginn des 19. Jahrhunderts im Astloch einer alten Türschwelle im vermutlichen Geburtshaus des Johann Faustus in Knittlingen bei Pforzheim.

Sammlung Hoppmann, Planetarium Potsdam
Literatur: Hoppmann 1998-186

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527

Thementafel astronomisch-astrologische Uhren

Domkapelle Florenz, Petersdom Vatikan, Dom zu Mailand, Altstädter Rathaus Prag, Marienkirche Rostock, Dom zu Münster und Lund, Straßburger Münster, Nikolaikirche Stralsund  

Vor über 600 Jahren begann man in den Kirchen der reichen Hansestädte, vor allem rund um die Ostsee, riesige astronomisch-astrologische Uhren zu errichten. Durch die Erfolge im Handel mit Salz, Pelzen, Fischen und Gewürzen war ein großer Reichtum entstanden. Eine solche Uhr kostete ein Vermögen, stellte zweifelsohne ein Prestigeobjekt dar. Dies dürfte aber nur einer der Gründe für die Erbauung gewesen sein. 
Wir müssen uns beim Blick in die Geschichte immer vergegenwärtigen, dass die Menschen früher gar nicht so materialistisch ausgerichtet waren. Das geistige und philosophische Moment genoss eine viel größere Bedeutung. Astrologische Symbolik wie der Zodiakteppich im Dom zu Florenz, die Evangelistenzeichen im Petersdom oder die Sonnenuhr im Mailänder Dom sind „leblose“ Objekte. Uhren hingegen ticken hörbar, angetrieben von innerer „Unruh“. Sie demonstrierten die Stellung des Menschen im Kosmos, stellten einen Kontakt zum Namenlosen her. Was könnte die damalige Einheit von Wissenschaft und Religion besser veranschaulichen als diese riesigen, hochkomplizierten Maschinen in direkter Nähe des Altars? 
Es ist Ausdruck unseres heutigen Zeitgeists, diese Uhren nur noch als Chronometer, als Messwerkzeuge für Kronos / Saturn zu sehen, für die Quantität der Zeit. Man braucht sich persönlich dieser Haltung jedoch nicht anzuschließen. Gott ist halt auch Zeit. Dieser mittelalterlichen Vorstellung kann sehr leicht nachgegangen werden: Man stelle sich einfach vor das Altstädter Rathaus in Prag oder dicht neben die Uhr der Rostocker Marienkirche (ganz unten), des Domes zu Münster, der Nikolaikirche in Stralsund, des Domes zu Lund oder der Straßburger Münsteruhr, höre das gar nicht so leise Ticken und Rattern, schaue auf das Zifferblatt und spüre sich hinein in die Stimmung des Augenblicks!

Sammlung Hoppmann, Planetarium Potsdam
Literatur: Hoppmann 1997-99

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528

Thementafel Greenwich-Observatorium

Royal Greenwich Observatory, John Flamsteed, William Lilly, Starry Messenger, Herschel-Teleskop

Royal Greenwich Observatory: Die berühmteste Sternwarte der Welt wird oft als Pionierwerk der modernen wissenschaftlichen Astronomie dargestellt. Tatsächlich spielte aber auch die Astrologie bei ihrer Gründung eine bedeutende Rolle.
John Flamsteed: Der Astronom der Greenwich-Sternwarte beschäftigte sich anfangs selbst mit der Sternendeutung. 
William Lilly: Flamsteed bat diesen berühmten Astrologen in einem Bittbrief, für die Gründung einer Sternwarte ein gutes Wort beim König einzulegen. Daraufhin kam es auf dem halben Weg zwischen Derby und Greenwich zu einem Treffen mit königlichen Astrologen Sir George Wharton. Er war von den astronomischen Fähigkeiten Flamsteeds beeindruckt, denn so konnten Horoskope besser berechnet werden. 
Greenwich: „Risum teneatis amici“ steht auf Flamsteeds Horoskop zur Gründung der Sternwarte am 10. August 1675. Lachten sie, weil er nicht an Astrologie glaubte, oder gerade weil er die Konstellation berechnete?
Starry Messenger: Später wollte Royal Astronomer Flamsteed eigene Ephemeriden herausbringen, auf Basis der Gestirnstafeln des Wittenberger Astrologen und Mathmatiker Erasmus Reinhold, aber ganz ohne astrologische Hinweise. Er fand keinen Verlag, der sie drucken wollte. Die Horoskopkalender von Flamsteeds Zeitgenossen Lillys hingegen fanden reißenden Absatz.
Herschel-Teleskop: Ende des 18. Jahrhunderts entdeckte ein deutscher Hobbyastronom den Planeten Uranus. William Herschels Fernrohr wurde ein eigenes Sternbild an den Himmel gesetzt. Die technische hatte die mythologische Weltanschauung am Himmel verdrängt.

Sammlung Hoppmann, Planetarium Potsdam, Fotografie via Württembergisches Landesmuseum
Literatur: Hoppmann 1997, 1998

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529

Horoskopscheibe

Modell von Magnetic Zodiac, London 1998

Dargestellt ist das sogeannte „Milleniumshoroskop“ , d.h. die Planetenkonstellationen am 1.1. des Jahres 2000 um 0 Uhr in Berlin.

Sammlung Hoppmann, Planetarium Potsdam
Literatur: Hoppmann 1998-186

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530

Klangspiel Modell Luna

nach Platon / Kepler / Custo, Deutschland 1997

Der Grundton ist das Gis, das sich aus der Umlaufbahn des Mondes um die Erde errechnet. Auf der psychologischen Entsprechungsebene sind ihm Liebe, Gefühl, Herz, Wärme und schöpferische Ausdruckskraft zugeordnet. Das Resonanzfeld des Mondes ist nach alter Überlieferung in besonderem Maße für Kunst und Künstler „zuständig“. Die Stimmgabeln der großen Komponisten der Barockära - Bach, Händel und Mozart - entsprachen in ihrer Frequenz diesem Ton.

Sammlung Hoppmann, Planetarium Potsdam, via Firma Schneider, Duderstadt
Literatur: Hoppmann 1997

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531

Astrodial

Sternenscheibe für die Stundenastrologie, Dänemark 1995

Darstellung der Gestirnskonstellation zur Weltuntergangskonstellation 1524 in Berlin

Sammlung Hoppmann, Planetarium Potsdam, via Electric Ephemeris, Dänemark
Literatur: Hoppmann 1997 und 1998

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532

Apiansche Kalenderberechnungsscheibe

Replik von Karl Röttel nach dem Astronomicum Caesareum von 1571

Der Ingolstädter Mathematiker widmete dieses Werk als kaiserlicher Astrologe und Astronom Karl V.  Diese Scheibe dient der Errechnung des Wochentages für jedes Datum. 

Sammlung Hoppmann, Planetarium Potsdam
Literatur: Röttel 1995

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533

Mittelalterlicher Erdglobus

Replik eines Modells aus dem 16. Jahrhundert, italienisch

Die schiefe Ebene der Ekliptik wird durch die Tierkreiszeichen dargestellt. Der Besitz eines Globus symbolisierte bis in die frühe Neuzeit Herrschaft über die Welt. So ließ sich z.B. der dänische Astronom und Astrologe Tycho Brahe in Deutschland einen riesigen Globus anfertigen und dann in sein Sternenschloss Uraniborg auf die Insel Hven transportieren. 

Sammlung Hoppmann, Planetarium Potsdam

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